Frühjahrsputz und Müllsammeln im Wald waren kürzlich in Gunzenbach bei Mömbris angesagt.

Alle vier Klassen der Grundschule machten sich bei Schneefall und kühlen Temperaturen gemeinsam mit Naturparkranger Andreas Gries und drei Förstern des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Karlstadt auf den Weg in den Wald.

Unterstützt wurden Forstwirtschaftsmeister Christoph Hengst und Waldpädagogin Katja Sander beim Forest Cleanup durch den neuen staatliche Revierleiter Johannes Kreß. Als Nachfolger von Matthias Fellhauer wird er sich künftig im Revier Vormwald um die Wälder rund um die Marktgemeinden Mömbris und Schöllkrippen sowie um die Wälder zwischen Geiselbach, Wiesen und Sommerkahl kümmern. Für private Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer ist der 32-jährige unter anderem Ansprechpartner zu Fragen der Waldpflege, zu staatlichen Fördermöglichkeiten und zu Fragen des Waldnaturschutzes. Am Freitag hatte der aus Weißenburg stammende Forstmann bei der Müllsammelaktion Gelegenheit, die Gunzenbacher Wälder besser kennen zu lernen. Deshalb freute er sich über den gemeinsamen Frühjahrsputz, bei dem er die altersgemischte Klasse 3/4 a in den Wald begleitete.

Gleich am Morgen verteilten sich die vier Schülergruppen in alle Himmelsrichtungen auf den umgebenden Wald. Während die Erst- und Zweitklässler in der Nähe blieben, mussten die älteren Kinder zunächst eine längere Wegstrecke durch den Ort auf sich nehmen, um im Nordosten von Gunzenbach in den Wald zu gelangen. Bereits unmittelbar vor dem Schulgebäude starteten die Kinder, ausgerüstet mit Müllgabeln und den von ihnen mitgebrachten Eimern, ihre Suchaktion.

FFP2-Masken und Unmengen von Zigarettenkippen säumten dabei den Weg in den Wald. Dort angekommen entdeckten sie neben einer riesigen alten Plane zusätzlich auch eingewachsene Zaundrähte, alte Flaschen, einen verrosteten Kochtopf und jede Menge Kunststoffmüll in Form von Bonbon- und Kaugummiverpackungen. Bei einem Zwischenstopp bot nicht nur Gelegenheit für das sinnlicher Erkunden des Waldes, sondern auch für eine kurze Reflexion zu den Fundstücken. Vor allem die vielen, gedankenlos weggeworfenen Zigarettenkippen bestürzten die Kinder. »Ganz schön ekelig,« stellten die Kinder einvernehmlich fest und wollen es zukünftig selbst besser machen. Deshalb wurden auf dem Rückweg Gräben, Waldränder und Wege noch einmal akribisch nach allerlei Unrat abgesucht, in der Schule sortiert und schließlich sachgemäß entsorgt. Katja Sander

Bericht aus dem Main-Echo „Unser Echo“ vom 06.05.2022